Kontakt

Dr. med. Kai Stoltenberg
Facharzt für Chirurgie FMH SGP

Thundorfer Straße 2
8500 Frauenfeld
Felsenburg
Schweiz

Telefon: 052 720 47 77
Telefax:  052 722 1470
info@chirurgische-praxis-frauenfeld.ch

Sprechzeiten

Montag bis Mittwoch
  8.00 bis 12.00 Uhr
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Freitag
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Venenchirurgie

 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Venenchirurgie (=Phlebologie) hat zum Ziel Informationen über Ursache und Ausprägung von Venenerkrankungen zu gewinnen und eine angemessene Therapie durchzuführen.

Die Diagnostik beinhaltet die Venen-Lokalisation und die Überprüfung der Funktion des Venen-Klappenapparates im tiefen und oberflächlichen Venensystem.

Es werden drei Krankheitsbilder unterschieden :

  1. Die chronisch venöse Venenwandschwäche (=chronisch venöse Insuffizienz (CVI).
  2. Die primäre Venenerkrankung mit Venenklappenschwäche. Mit oder ohne Krampfaderleiden
  3. Das Ulcus cruris venosum (=offenes Bein).

 
Die Therapie orientiert sich am jeweiligen Beschwerdebild.
Vor einem operativen Eingriff wird mit konservativen Methoden versucht, das Krankheitsbild zu verbessern.
Ziel der Behandlung ist die Endstauung der von der CVI betroffenen Bereiche mit physikalischen Maßnahmen sowie die Mobilisierung.

Zur Beseitigung strömungsrelevanter krankhafter Veränderungen wird der Operation der Vorzug gegeben.
Dies kann je nach Schweregrad der Erkrankung ambulant oder stationär durchgeführt werden.
Im Rahmen der Ulcus Chirurgie kann ergänzend eine lokale Wundsäuberung mit anschließender plastischer Defekt-Deckung erfolgen (z.B. Hauttransplantation).
Weitere Informationen finden Sie bei den entsprechenden Leitlinien zur Venenchirurgie (s.u.)

Mit zunehmendem Alter kommt es zur Schwächung der Beinvenen durch verschiedene Faktoren:

  • Erbliche Veranlagung
  • Hormonelle Schwankungen bei Frauen
  • Hormoneinnahmen (z.B. Pille)
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel
  • Ungesunde Ernährung
  • Einengende Kleidung
  • Hohe Schuhe
  • Wärme Therapien (z.B. Sauna, Thermalbäder)
  • Übergewicht
  • Langes Sitzen und Stehen

Durch die Bindegewebsschwächung der Venenwand staut sich das Venenblut in beiden Beinen und der Patient klagt über folgende

Symptome

Müde und schwere Beine
Nächtlichen Wadenkrämpfen
Schwellneigung der Unterschenkel

Diagnostik

Wir führen mit Ihnen ein eingehendes Gespräch welche o.g. Faktoren bei Ihnen negativen Einfluss haben könnten und sprechen über mögliche Alternativen.

Es erfolgt eine Duplexsonographische Untersuchung beider Beine
(= Ultraschall)

Die Ultraschalluntersuchung erfolgt im Liegen und Stehen und dauert ca. ¾ Stunde. Es gilt zu prüfen, ob die Beinvenenklappen nicht mehr vollständig schließen, so dass es zur Strömungsumkehr des Blutes in den Beine kommen kann (= Venenklappeninsuffizienz).

 
 
 
 
 
Therapien

  • Bei Venenklappeninsuffizienz : Operation

Operative Therapie

  • Chirurgische Freilegung und Unterbindung (=Ligatur) der Venae perforantes (= Verbindungsvenen zwischen oberflächlichem und tiefem Beinvenensystem).
  • Je nach Befund zusätzliche operative Entfernung der insuffizienten Stammvenen mittels Venenstripping
  • Je nach Befund plastisch chirurgischer Ulkusverschluss mittels Hauttransplantation bei z.B. instabilen Narben im Ulcusgebiet.


Bei chronisch venöser Insuffizienz

  • Kompressionstherapie durch manuelle Wicklung oder Kompressionsstrümpfe


 
 

Ulcus cruris

(= offene Beine bei Venenerkrankung) stellt die schwerste Form der Venenkrankheit da.
Die ständige Volumenbelastung des Weichteilgewebes führt zur Ödembildung (=Schwellung) mit wiederkehrenden Entzündungen im Gefäßsystem und anschließenden Narbenbildungen
(= Sklerosierung).
Durch die Zellschädigungen ist der Sauerstoffaustausch des Gewebes deutlich eingeschränkt, die Durchblutung stark vermindert und somit die Heilungstendenz des Beines deutlich reduziert.
Endstadium ist dann der Gewebeuntergang und die Ulcusbildung.

 

Konservative Therapie


Chirurgische Wundsäuberung, desinfizierende Fußbäder, Salbenanwendungen und Kompressionsbehandlung.
Die Kompressionstherapie ist die einzig sinnvolle, kausale, konservative Behandlungsmethode durch Verhinderung der Strömungsumkehr in die Perforansvenen (siehe oben).
Mittels Kompressionsverbänden (Kurzzugbinden), am Fuß beginnend mit lokalen Wundauflagen, ggf. Schaumgummipelotten zur Druckerhöhung am Ulcus erfolgt die Endstauung des Beines.
Nach Abheilung des Ulcus ist die Fortführung der Kompressionstherapie mit einem Kompressionsstrumpf ggf. nach Maßanfertigung erforderlich, um Rezidive zu verhindern (siehe hierzu auch informative Link über die Leitlinien zum Medizinischen Kompressionsstrumpf).

 
 
 
 
 
 
Besenreiservenen

Besenreiser sind kleine modifizierte, direkt in der Oberhaut liegende, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen.
Sie treten hauptsächlich an den Beinen auf. Sie können Folge einer angeborenen Veranlagung sein oder infolge einer Stauung im Venensystem entstehen. In diesem Fall büßen die feinen Äderchen durch permanent erhöhten Druck im Laufe der Zeit ihre ursprüngliche Elastizität ein. Die Venen weiten sich und werden als rot-bläuliche geschlängelte Gefäßstrukturen sichtbar.
Obwohl Besenreiser ohne Beteiligung des übrigen Beinvenensystems keine Krankheit im medizinischen Sinne sind, stellen sie für viele Menschen ein bedeutsames kosmetisches Problem dar.

Die Behandlungsmethode der Verödung ( Sklerosierung ) eignet sich zur Entfernung kleinerer Krampfadern ( Krampfaderverödung ) und der Besenreiser. Dabei wird eine geringe Menge eines gefäßwandreizenden Mittels mit einer ultradünnen Nadel in das betroffene Gefäß injiziert. Dadurch kommt es zu einem Verkleben der Gefäßwände miteinander, welches zu einer Resorption ( Auflösung ) der betroffenen Venen führt.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Kosten für eine Verödungstherapie werden von den
Krankenkassen NICHT übernommen

Für allfällige Fragen stehen ich und mein Team Ihnen gerne zur Verfügung